| Berliner Salonkultur um 1800 | ||||||||||||||||||||||||||||||||
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Von der Biedermeierstube zum Literarischen Salon
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Um 1800 wandten sich gebildete jüdische Frauen, wie Henriette Herz, Rahel Levin und Amalie Beer, die Mutter von Giacomo Meyerbeer, entschlossen von Kochtopf und Stickrahmen ab. Sie wurden zu Galionsfiguren der Salonszene und machten ihre Häuser zu Treffpunkten der geistig-kulturellen Welt Berlins. Sie präsentierten auch öffentlich ihr Selbstbewußtsein als Frauen und Jüdinnen und durchbrachen damit so manches gesellschaftliche Diktat. Rund um den Gendarmenmarkt existierte so bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts ein „goldenes Zeitalter“ der Berliner Salonkultur. Bei Salons denkt man unweigerlich an Damen und Kavaliere, die andächtig vortragenden Dichtern und Musikern lauschen. Die Berliner Salons waren weit mehr als das. Hier diskutierte und stritt man, ungeachtet von Klassenschranken und Geschelchtszugehörigkeit. Hier tauschten Schlegel, Schleiermacher und Hegel ihre Ideen aus.
Hier diskutierten Chamisso und die Humboldt-Brüder, hier zechte E.T.A. Hoffmann mit Devrient, hier scharten sich Tieck und Schadow um Dorothea Veit und der nimmermüde Arzt Ernst Ludwig „Papa“ Heim vernetzte diese Zirkel auf seinen Hausbesuchen mit dem königlichen Hof und den „einfachen Leuten“.
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