Berlin - Kreuzberg (Luisenstadt - SO 36)

Treffpunkt:
Am Eingang der
Al-Khattab-Moschee
Manteuffel- / Ecke Wiener Straße
Fahrverbindung:
U-Bahnhof
Görlitzer Bahnhof
Bus M29
Teilnahmegebühr:
€ 10,- / ermäßigt € 8,- * (*Studenten, Schüler, etc.)
Dauer:
2 Stunden
Anmeldung erforderlich
Zeitraum:
Mai bis Oktober 2011
Termine: Zeit:
21.5.2011 23.5.2011 18.6.2011 20.6.2011 23.7.2011 26.7.2011 20.8.2011 23.8.2011 17.9.2011 21.9.2011 22.10.2011 26.10.2011
15:00 Uhr 15:00 Uhr 15:00 Uhr 15:00 Uhr 16:00 Uhr 16:00 Uhr 16:00 Uhr 16:00 Uhr 15:00 Uhr 15:00 Uhr 15:00 Uhr 15:00 Uhr
Multi-, Sub- und Baukultur:
Zwischen Postmoderne
und Klein-Istanbul
Ehemals Berlins dichtest besiedelster Stadtteil, war die Luisenstadt unter der umgangssprachlichen postalischen Bezeichnung „SO 36“ berüchtigt. Zur Hälfte im Krieg zerstört, sollten die verbliebenen Quartiere der Nachkriegsplanung abgerissen werden. Wer es sich leisten konnte, zog fort. Es blieben nur die „überzeugten“ Kreuzberger, es kamen die Aussteiger, Studenten und Türken dazu und so formte sich auch die Bevölkerung neu in der „Kreuzberger Mischung“. Entsprechend bunt und vielgestaltig ist hier heute das Stadtbild.

Kreuzberg – für viele bedeutet das türkische Gastarbeiter und Straßenschlachten am 1. Mai. Dass die Migrationsgeschichte des Bezirks schon 300 Jahre alt ist und die Protestkultur einige städtebauliche Sünden verhindert und bürgerschaftliche Beteiligung ermöglicht hat, steht auf einem anderen Blatt. Der Rundgang erzählt von einer der größten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen des 19. Jahrhunderts, einem nicht gebauten Autobahnkreuz und der Internationalen Bauausstellung 1984, betrachtet Moscheen und Synagogen und schaut nach, wo Kreuzberg zu Mauerzeiten endete.

Der Weg führt vom Moritzplatz über Oranienplatz, zu Engelbecken und Thomaskirche, über Mariannenplatz, Heinrichsplatz, Kottbusser Tor zum Fraenkelufer am Landwehrkanal. Auf dem Weg tangiert man Gotteshäuser aller Konfessionen, Gewerkschaftsbauten und Gewerbehöfe, ein Teil des Mauerstreifens, restaurierte Altbauten des 19. Jahrhunderts, Siedlungen der 1950er Jahre, Stadtreparatur aus „IBA-Zeiten“ und Neubauten der letzten Jahre, die sich um neuerliche soziale Umschichtung bemühen.